Geschmack von Stevia
Wenn man sich entscheidet, Stevia zu nutzen, will man damit vor allem eines: Einen süßen Geschmack erhalten. Doch leider liest und hört man immer wieder, dass sich Konsumenten über einen unangenehmen Nachgeschmack beschweren und deswegen auf Stevia als Zuckerersatz verzichten. Besonders Kuchen oder ähnlichen Süßspeisen sind aufgrund des Beigeschmacks eventuell ungenießbar.
Ein solcher Nach- oder Nebengeschmack kommt bei den verschiedenen Stevia-Produkten zustande, da es sich um ein natürliches Produkt handelt. Besonders Produkte, bei denen die Pflanze nur wenig bearbeitet wurde, behalten relativ viel von ihrem pflanzlichen Beigeschmack. Hierbei handelt es sich um die getrockneten Blätter und Dulce, einem Auszug, der aus den Blättern hergestellt wird. Der Geschmack, der beim Verzehr dieser Stevia-Produkte wahrgenommen wird, wird häufig mit Pfefferminze oder Lakritz, kräuterig oder bitter beschrieben. Wer sich nicht durch diesen Beigeschmack stört, hat beim Süßen mit Blättern oder Dulce den Vorteil, dass hier noch sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind, die auf den Organismus einen positiven Effekt haben.
Der süße Geschmack der Stevia-Präparate ist auf die in der Pflanze enthaltenen Stoffe Steviosid, Rebaudiosid A, Rebaudiosid C und Dulcosid A zurückzuführen. Steviosid ist in den Blättern in größter Menge enthalten, allerdings kommt hierdurch oft ein unangenehmer Beigeschmack zustanden. Wer diesen Geschmack nicht mag, sollte ein Produkt auswählen, welches zu einem größtmöglichen Anteil aus Rebaudiosid A besteht. Rebaudiosid A wird vom Menschen als wenig bitter und sehr süß wahrgenommen. Je größer der Rebaudiosid-A-Anteil in einem Stevia-Produkt ist, desto besser – sprich süßer – schmeckt es.