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Stevia hat durch ihre starke Süßkraft mittlerweile fast weltweite Berühmtheit erlangt. Abgesehen von der starken Süße wissen die meisten Menschen aber nicht viel über diese Pflanze. SteviaWiki.de sammelt alle wichtigen Information zu Stevia und bietet einen Überblick der Fakten.


80x15.png Stevia Factsheet steht unter einer
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Die Stevia-Pflanze hat ihren ursprünglichen Lebensraum in Südamerika, insbesondere in Paraguay. Weltweit findet man mehr als 200 Sorten dieser Pflanze, die starke Süßkraft ist allerdings überwiegend bei Stevia rebaudiana zu finden. Um gut zu wachsen, braucht Stevia viel Wärme, dann kann sie bis zu einem Meter hoch werden. Wenn Stevia als Süßstoff genutzt werden soll, wird sie in Treibhäusern angezogen. Die Stecklinge werden draußen angepflanzt und im Herbst vor dem ersten Frost geerntet. Hat die Pflanze optimale Wachstumsbedingungen, kann sie mehrere Jahre abgeerntet werden. Auch in den eigenen vier Wänden ist es möglich, sich einige Stevia-Pflanzen heran zu züchten, so dass man frische oder getrocknete Blätter für den Eigenbedarf nutzen kann. Da sie Frost nicht verträgt, ist es ratsam, sie an einem warmen und hellen Standort im Haus aufzustellen. In ihrer Heimat Paraguay herrscht ein feucht-warmes subtropisches Klima; auch Stevia als Topfpflanze hat es gerne feucht. Allerdings muss man beachten, dass es nicht zu Staunässe im Topf kommt, da die Pflanze sonst eingeht. Mehr Nährstoffe bekommt Stevia allerdings, wenn sie im Freien eingepflanzt wird. Wenn Frost droht, muss sie aber in einen wärmeren Innenraum gebracht werden.


Wer sich selbst eine oder mehrere Stevia-Pflanzen zuhause zieht, kann die frischen oder getrockneten Blätter der Pflanze verwenden. Sie können gut genutzt werden, um über Obstsalat oder andere Salate gegeben zu werden. Prinzipiell können die Blätter für viele Rezepte genutzt werden, da sich die Süße bei anderen Produkten aber besser verteilt, kann man je nach Anlass variieren. Stevia-Blätter sind etwa 30 Mal so stark wie Zucker, die verarbeiteten Produkte bis zu 300 Mal so stark. Wenn eine größere Süßkraft gewünscht ist, sollte man daher Fluid, Tabs oder Pulver wählen. Stevia ist bis 200 Grad hitzebeständig und kann daher auch zum Kochen oder Backen verwendet werden, ohne an Geschmack zu verlieren. Neben Blättern ist Dulce ein weiteres natürliches Stevia-Produkt. Es handelt sich hierbei um einen Auszug, der die natürlichen Bestandteile der Pflanze sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthält. Wesentlich süßer als Blätter oder Dulce sind Fluid, Tabs oder Pulver. Da diese gut zu dosieren und sehr ergiebig sind, können sie zum Süßen von Getränken, Süßspeisen oder Gebäck verwendet werden.
Stevia kann in vielen Bereichen sehr gut Zucker ersetzen. Wenn es zum Backen verwendet wird, tauscht man etwa ein Drittel der Zuckermenge gegen Stevia aus. Da Zucker im Gebäck neben der Süße außerdem für Volumen sorgt, sollte man immer nur einen Teil austauschen. Wenn Stevia aber richtig eingesetzt wird, hat es viele Vorteile gegenüber Zucker. Zum einen hat es kaum Kalorien. Zucker sorgt mit mehr als 400 kcal pro Hundert Gramm schnell für zusätzliches Gewicht auf der Waage – Stevia ist nahezu frei von Kalorien. Der häufig Konsum von Zucker ist außerdem ein wichtiger Grund bei der Entstehung von Karies; wer statt Zucker Stevia zum Süßen verwendet, umgeht dieses Problem und tut viel für die Gesundheit der Zähne. Auch Diabetiker profitieren von der süßen Pflanze. Wenn sie Zucker zu sich nehmen, steigt der Blutzuckerspiegel, da kein Insulin gebildet wird. Insulin muss nun künstlich von außen zugeführt werden. Findet dies nicht statt, können gefährliche Komplikationen folgen. Stevia hingegen können Diabetiker zu sich nehmen, ohne dass der Blutzuckerspiegel steigt.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde Stevia rebaudiana mit ihrer starken Süßkraft von Wissenschaftlern entdeckt. Schon 20 Jahre später wird die Pflanze in Südamerika im großen Stil angebaut. Auch in Europa baut man während des Zweiten Weltkriegs projektgebunden Stevia an, hört mit Kriegsende aber wieder damit auf. In dieser Zeit erscheinen erste Studien, die belegen, dass Stevia im Tierversuch nicht giftig gewirkt hat. Seit den fünfziger Jahren ist Stevia sehr beliebt in Japan; in den 70er-Jahren folgt China und baut Stevia erfolgreich an. In Asien ist Stevia seitdem ein wichtiger Bestandteil zur Süßung von Lebensmitteln.In Europa sind die Schweiz und Frankreich Vorreiter und erlauben den Gebrauch der Pflanze bei einzelnen Lebensmitteln und festgelegten Höchstgrenzen. Im Frühjahr 2010 befasst sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit mit Stevia und legt eine unbedenkliche tägliche Höchstmenge fest. Seit Ende 2011 ist Stevia in der Europäischen Union als Süßstoff zugelassen.


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